Die meisten, die mit uns unterwegs sind, haben vorher lange gezögert. Nicht, weil sie keine Lust hatten, sondern weil in ihrem Kopf ein Satz stand, den sie nie laut ausgesprochen haben.
Es sind fast immer dieselben vier Sätze. Wir kennen sie auswendig, und wir nehmen sie ernst, weil sie ehrlich sind. Hier sind die ehrlichen Antworten darauf, ohne Werbesprache.
„Ich bin nicht fit genug.“
Diesen Satz hören wir öfter als jeden anderen. Und fast immer stimmt er nicht.
Was dahintersteckt, ist meistens etwas anderes: die Angst, der Letzte zu sein. Der, auf den alle warten. Wir kennen das Gefühl gut genug, um es nicht kleinzureden. Deshalb steht bei jedem Termin ganz oben, was dich wirklich erwartet:
- Grün: einsteigerfreundlich. Normale Grundfitness reicht, Vorerfahrung brauchst du keine.
- Gelb: fordernd. Gute Fitness und etwas Outdoor-Erfahrung solltest du mitbringen.
- Rot: körperlich und mental sehr anspruchsvoll. Sehr gute Fitness und Durchhaltewillen sind Pflicht.
Wenn du unsicher bist, fang mit einem grünen Wochenende an. Dort erwartet niemand, dass du vorher trainiert hast. Und das, was du am Ende mit nach Hause nimmst, hat ohnehin wenig mit deiner Kondition zu tun.
„Das Leben hält für jeden Großes bereit, und es lohnt sich, dafür zu kämpfen.“Thomas, 30
Komm auf ein grünes Adventure. Wenn es dir zu leicht war, weißt du beim nächsten Mal, dass du mehr kannst, als du dachtest.
„Ich kenne dort niemanden.“
Dann geht es dir wie fast allen. Die wenigsten melden sich zu zweit an.
Ein Adventure ist keine geschlossene Runde, zu der du dazustößt. Es sind ein paar Tage, in denen aus Fremden eine Gruppe wird, weil ihr gemeinsam nass werdet, gemeinsam müde seid und abends gemeinsam am Feuer sitzt. Am zweiten Tag weißt du, wer schnarcht und wer seinen letzten Riegel teilt. Das geht schneller, als du glaubst.
„Höhen und Tiefen, an Grenzen stoßen, und dabei nicht allein sein.“Anna Maria, 22
Komm allein. Genau dafür ist das gemacht.
„Mit dem Glauben habe ich es nicht so.“
Faith steht im Namen, und wir verstecken das nicht. Adventure and Faith gehört zum Zentrum Johannes Paul II in Wien. Auf jedem Adventure gibt es Momente, in denen es um mehr geht als um den nächsten Gipfel: ein Impuls am Abend, ein Gespräch beim Gehen, ein paar Minuten Stille.
Was es nicht gibt: eine Prüfung, wer wie viel glaubt. Du musst nichts mitbeten, nichts behaupten und nichts verteidigen. Zweifel und offene Fragen sind bei uns eher die Regel als die Ausnahme, im Team genauso wie in der Gruppe.
„Die Kameraden sind ein großes Vorbild für mich.“Klemens, 33, Expedition Kanada
Komm mit deinen Fragen. Es ist noch nie jemand rausgeflogen, weil er welche hatte.
„Das ist mir zu teuer.“
Adventure and Faith ist gemeinnützig, das gesamte Team arbeitet ehrenamtlich. Kein Beitrag geht in Gehälter. Was du zahlst, deckt Unterkunft, Verpflegung, Transport und Ausrüstung. Bei den meisten Wochenenden liegt das in der Größenordnung von zwei Abenden in der Stadt, und wer früh bucht, zahlt bei vielen Terminen deutlich weniger.
Und wenn es trotzdem nicht ausgeht: genau dafür sammeln wir Spenden. Der Preis soll niemanden vom Mitkommen abhalten. Schreib uns lieber vorher, als still zuhause zu bleiben. Das bleibt unter uns.
„Ich habe gelernt, wirklich in der Gegenwart zu leben.“Andreas, 29
Komm und rede mit uns über das Geld. Das ist uns lieber, als dich nicht kennenzulernen.
„Und wenn es trotzdem nichts für mich ist?“
Dann ist das in Ordnung. Es muss nicht jeder eine Woche im Zelt verbringen wollen.
Aber die vier Sätze oben sind selten der wahre Grund. Dahinter steht fast immer dieselbe Sorge: sich zu blamieren. Die verschwindet spätestens am zweiten Tag, wenn alle gleich dreckig sind.
Such dir einen Termin, der dich anspricht, lies die Hard Facts, und wenn dann noch etwas offen ist: schreib uns. Wir antworten persönlich.